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Sachsen-LB gerettet

By on 14. Dezember 2007

Vier Landesbanken werden in den nächsten Jahren fusionieren. 

In der Nacht zum Donnerstag unterzeichnete der Ministerpräsident eine Vereinbarung über den Verkauf der öffentlich-rechtlichen Sachsen LB an die Landesbank Baden-Württemberg. Damit fanden Spekulationen ein Ende, das Institut könnte ganz geschlossen werden.

Die Sachsen-LB war in finanzielle Not geraten, nachdem Kreditgeschäfte einer irischen Tochterbank in Höhe  von umgerechnet 43 Milliarden Euro in den USA im Zuge der Kreditkrise unsicher geworden waren. Dieser Risikobetrag wird als zu hoch für die Sachsen LB angesehen, deren eigener Wert (inklusive ihrer Eigenmittel) in Verkaufverhandlungen mit der LBBW auf unter eine Milliarde Euro taxiert. Tagesschau.de berichtete am Donnerstag, der vereinbarte Kaufpreis betrage 328 Millionen Euro. Die nun getroffene Vereinbarung sieht eine Bürgschaft des Landes Sachsen in Höhe von knapp drei Milliarden Euro, und eine weitergehende Haftung über sechs Milliarden im Notfall vor. Darüber hinaus zahlt das Land der Bank rund eine halbe Milliarde an neuem Eigenkapital. Der neue Eigner, die LB Baden-Württemberg, muss als nachrangiger Bürge nur bei darüber hinausgehenden Verlusten aushelfen.

Auch weiter nördlich kommt in Folge der amerikanischen Kreditkrise Bewegung in das System der Landesbanken. Für die angeschlagene Mittelstandssparte der deutschen Industriebank IKB meldete am Donnerstag die Landesbank WestLB Interesse an. Die zu 38% im Besitz der staatlichen KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) befindliche Bank war ebenfalls durch ein Kreditgeschäft über acht Milliarden Euro in eine finanzielle Schieflage geraten. Der Vorschlag kommt nur kurze Zeit nach der Bekanntgabe der WestLB, eine Fusion mit der Hessisch-Thüringischen Landesbank Helaba anzustreben. Hessens Ministerpräsident Koch äußerte sich in einem Interview mit dem Handelsblatt positiv über die geplante Zusammenlegung. Er hob vor allem den Größenzuwachs der relativen kleinen Helaba durch die Fusion hervor.

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