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Neue Abschreibungen bei der UBS?

By on 31. März 2008

 

Aktie der Bank muss am Montag zeitweise aus dem Handel genommen werden und verliert 0,3 Prozentpunkte

Der Finanzberater Merrill Lynch gab heute eine Studie heraus, derzufolge bei der in Geschäfte mit Subprime-Krediten verwickelten Bank UBS weitere hohe Abschreibungen folgen könnten.

Die UBS gehört zu den großen Verlierern der Kreditkrise. Die Bank, der größte Vermögensverwalter der Welt, hatte im schon einmal einen zweistelligen Milliardenbetrag abschreiben müssen. Damals hatte ein Investitionsangebot eines singaporesischen Staatsfonds für eine Kapitalaufstockung gesorgt, durch die größere Liquiditätsprobleme vermieden werden könnten.

Dabei war die UBS jahrelang eher ein Zugpferd der Branche. Zwischen 2003 und 2006 war die Aktie im Jahresmittel stets im Plus, mit Wachstumsraten von 13,6 (2004) bis 30,8 (2005) Prozent. Von einem Zehnjahreshoch im Sommer 2007 (79,9 CHF) stürzte das Papier dann in beispielloser Weise auf unter 30 Franken in diesem Monat ab. Bei einem Wertverlust von 45,05 Prozent allein in in letzten drei Monaten ist das heutige Minus von 0,3 Prozent dabei noch äußerst moderat. Eine Erholung zeichnet sich indes nicht ab. Seit der letzten Rettungsaktion im Dezember hat sich der Abwärtstrend vielmehr noch beschleunigt. Und für 2008 rechnet die Bank selbst öffentlich mit schwierigen Verhältnissen: Konzernchef Marcel Rohner verweist zwar darauf, dass die (bisher bekannten) ausstehenden Subprime-Positionen auf 27 Mrd. Dollar von über 38 Mrd $ im Herbst reduziert worden seien. Die allgemeine Situation am Markt lasse aber keine guten Prognosen zu, so Rohner .

Im operativen Geschäft zeigt die USB ein durchwachsenes Bild. In der Vermögensverwaltung kann sich die Bank über einen Zufluss von 31,7 Mrd Franken und einen Gewinn von 9,48 Mrd. Franken freuen. Das Investmentbanking schlug mit einem Verlust von über 15 Mrd. Franken zu Buche (ftd.de).

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