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Cognis gekauft von BASF

By on 24. Juni 2010

Cognis, das Monheimer Spezialchemie Unternehmen, wurde von BASF übernommen. Zu einem Preis von 3,1 Milliarden Euro wurde der Konkurrent des Multikonzerns aus Ludwigshafen gekauft. Welche Konsequenzen sich für die weltweit 5500 Mitarbeiter von Cognis ergeben, ist noch nicht geklärt.

Cognis wurde am gestrigen Mittwoch offiziell von BASF übernommen, und die Summe von 3,1 Milliarden kann nur als historisch betrachtet werden. Für die Beschäftigten des Monheimer Konzerns bricht nun eine neue Ära an, denn ihr Arbeitgeber ist nun nicht mehr in den Händen von Finanzinvestoren, sondern befindet sich unter dem Dach des Branchenriesens BASF. Allein in NRW arbeiten 1700 Menschen für Cognis, die nun teilweise um ihren Arbeitsplatz fürchten. Auch Thomas Hergarten, der Betriebsratvorsitzende von BASF, schliesst einen fusionsbedingten Abbau von Stellen nicht aus.

Cognis übernommen von BASF – Was ändert sich für das fusionierte Unternehmen?

Von Seiten BASFs sind noch keine festen Äusserungen über die Zukunft von Standorten, Märkten oder Arbeitsplätzen getroffen worden. Der genaue Integrationsplan sei noch für noch mehrere Monate in der Ausarbeitung, so Jürgen Hambrecht, der Chef des weltgrössten Chemiekonzerns.

Er räumte weiterhin ein, das Cognis kein Restrukturierungsfall, wie der im vergangenen Jahr übernommene Ciba-Konzern sei. Ein sofort angekündigter, harter Sanierungskurs sei im Falle von Cognis nicht nötig, was von den Mitarbeitern gewiss als positives Zeichen gewertet wurde. Im Geschäftsjahr 2009 hatte Cognis bei einem Umsatz von 2,6 Milliarden Euro einen Betriebsgewinn von 322 Millionen Euro erzielt.

Cognis gekauft von BASF – Festigung der Spitzenposition

Cognis hatte sich auf die Fertigung von chemischen Zusatzstoffen für die Lebensmittel- und Kosmetikindustrie spezialisiert. BASF kann so seinen Spitzenplatz in der Welt festigen, indem sie nun auch die Nummer 1 im Kosmetikbereich anstreben. Cognis zeichnet sich über ein hohes Know-How in der Verarbeitung von regenerativen Rohstoffen wie Kokos- und Palmkernöl aus.

Laut Firmenchef Hergarten wird die Fusion mit BASF einige Vorteile mit sich bringen, denn „für uns ist erstmal wichtig, von den Finanzinvestoren weg zu sein“. Die Zusammenarbeit wird eher von ergänzender als kompetitiver Natur sein, was für die Beschäftigten von Cognis wohl erfreuliche Nachrichten sein dürften. Auch übernimmt BASF die Schulden des Unternehmens, die sich seit der Übernahme durch die Investoren angehäuft haben.

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