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Banken haben Ärger mit ARS-Bonds

By on 8. August 2008

Banken müssen problematische Kommunalanleihen in den USA zurückkaufen: Milliardenschwerer Schaden

Bei ARS-Bonds handelt es sich meist um Firmen- kommunale Anleihen. Für den Anleger besteht die Besonderheit darin, dass die Zinsen während periodisch stattfindender Auktionen festgelegt werden. Bei diesen Auktionen wird die Nachfrage nach den Papieren festgestellt und dann die Zinsrate danach ausgerichtet. Diese Auktionen sind auch eine Möglichkeit, die Papiere wieder loszuwerden. Auch wenn die Bonds eine Laufzeit von mehreren Jahrzehnten haben, kann man sich davon bei den Versteigerungen in Abständen von einer bis vier Wochen wieder davon trennen. Das Geschäft mit ARS-Bonds inklusive der Auktionen wird von großen Finanzunternehmen organisiert und hat ein Volumen von über 300 Milliarden US-Dollar. Sei Februar liegt der Markt jedoch im Argen: An einem Tag scheiterten 80 Prozent der Auktionen an mangelndem Interesse. Die Banken weigerten sich darauf hin, wie sonst üblich die Schuldscheine selbst zu übernehmen. Der Zusammenbruch des Marktes und das Scheitern der Auktionen führten auch dazu, dass Anleger, also die Kunden der Auktionsveranstalter, ihre Assets nicht mehr verkaufen konnten. Folgerichtig fordern sie jetzt ihre Geld. Die Banken sollen also die Anleihen zurücknehmen und den Verlust selbst tragen. In diesem Zusammenhang sind Klagen anhängig, bei dem auch der Verdacht des Anlagebetruges im Raum steht.

Beteiligt sind an diesen Geschäften eine Reihe großer Finanzunternehmen: Neben der UBS geht es um Meryll Lynch, JPMorgan und die Citigroup. Insgesamt geht es um 18 Banken. Die UBS hat bereits eingewilligt, Papiere im Wert von knapp 20 Mill. $ zurückzukaufen und außerdem 150 Millionen $ Strafe zu zahlen. Auch die Citigroup hat sich zur Zahlung einer ähnlich hohen Summe bereit erklärt.

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