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Osram: Der Börse geht ein Licht auf

By on 30. März 2011

Osram steht kurz vor dem Börsengang. Das Tochterunternehmen von Siemens soll im Zuge der Unternehmensumbauten abgegeben werden und soll sich dafür an der Börse behaupten.

Die Firma Osram, traditionsreicher Entwickler von Leuchtmitteln, soll flügge werden und den Börsengang allein und nicht mehr als Tochterunternehmen von Siemens bewerkstelligen. Der Mutterkonzern steht vor einem radikalen Strukturumbau, mithilfe dessen der Chef von Siemens, Peter Löscher, eine Umsatzsteigerung über die Marke von 100 Milliarden Euro hinaus erreichen will. Im Zuge dessen verabschiedet sich Siemens von seinem Tochterunternehmen. Die Firmenmehrheit soll noch in diesem Herbst an Osram übergeben werden.

Osram geht an die Börse

Die Firma Osram wurde 1919 in Berlin gegründet und etablierte sich schon in den folgenden zwei Jahrzehnten zu einem der weltweit führenden Hersteller von Leuchtmitteln elektrischer und elektronischer Art. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Firmensitz nach München verlegt,  Werke im Ostteil des Landes wurden geschlossen und demontiert. 1956 wurde aus der Firma eine GmbH, die Firmenanteile waren auf verschiedene andere Konzerne verteilt. Seit AEG seine Anteile an Siemens verkaufte, hielt der Großkonzern die Firmen-Mehrheit an Osram.

Zuletzt beschäftigte der profitable Vertrieb etwa 40.000 Mitarbeiter und konnte einen Umsatz von 4,7 Milliarden Euro verbuchen. Seit dem Jahr 1978 war Osram zu einhundert Prozent ein Tochterunternehmen der Firma Siemens, doch nun soll die Mehrheit wieder abgegeben werden. Siemens will aber nach eigenen Angaben langfristiger „Ankeraktionär“ von Osram bleiben. Der neue Chef bei Osram nach dem Verkauf wird Wolfgang Dehen sein, der bisher den Siemens-Vorstand für die Energiesparte inne hatte.

Nicht nur bei Siemens, auch bei Osram stehen umfassende Veränderungen an, die Trends der Zeit müssten ernst genommen werden. So wird für die nächsten Jahre die Notwendigkeit immenser Investitionen in Anbetracht der wachsende Konkurrenz im Bereich der LED-Technologie erwartet, der Firmenvorstand sieht dabei den Börsengang im Herbst 2011 als Chance. Die größere unternehmerische Freiheit nach dem Erwerb der Siemens-Anteile soll es ermöglichen, die Position des Konzerns in der Branche weiter zu stärken. Nach vorsichtigen Angaben von Joe Kaeser, Siemens-Finanzvorstand, könnte sich der Wert von Osram an der Börse bei bis zu 8 Milliarden Euro einpendeln, Experten sehen eine realistischere Einschätzung bei 5-6 Milliarden Euro.

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