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Marketing: Lohnt sich der Eintrag in die Gelben Seiten noch?

By on 27. November 2014

Die Gelben Seiten ergänzen das Telefonbuch, indem sie Unternehmen nach Branche und Geschäftsort sortiert auflisten. Sie werden weiterhin in hoher Auflage gedruckt und kostenlos abgegeben, wobei die Verteilung überwiegend durch Auslage zum Abholen in ausgewählten Geschäften erfolgt. Die kleinen Pflichteinträge fallen kaum auf, größere Einträge in den Gelben Seiten sind kostenpflichtig – aber lohnt sich das Schalten von Anzeigen in den Gelben Seiten überhaupt noch?

In welchem Umfang werden die Gelben Seiten genutzt?

Wenn Telefonnutzer früher eine Telefonnummer nicht kannten, schauten sie ins Telefonbuch oder riefen die Telefonauskunft an. Für die Suche nach einem geeigneten Unternehmen hat sich der Blick in die Gelben Seiten angeboten. Heute stehen komfortable Branchensuchen im Internet zur Verfügung. Für die Herausgeber der Gelben Seiten wird das Geschäft schwieriger, denn die Werbeeinträge in ihren Verzeichnissen lassen sich nicht mehr so leicht wie einst verkaufen. Sie bieten sogar Sonderaktionen an, wobei sich der Unternehmer mit einer Sonderrufnummer einträgt und anstelle eines Festpreises für jeden über diese eingehenden Anruf bezahlt. Dass sich diese Art der Werbeschaltung für beide Seiten lohnt, gilt als Beleg für den weiterhin hohen Nutzen der Gelben Seiten.

Die Gelben Seiten haben Konkurrenz

Die jährlich aktualisierten Gelben Seiten erscheinen in einer Auflage, welche die Anzahl der Festnetzanschlüsse übersteigt. Da Kunden kostenlose Zugaben gerne mitnehmen, werden die gedruckten Bücher erfolgreich verteilt. Inwieweit sie genutzt werden, beantworten zwei nahezu zeitgleich durchgeführte Marktforschungsstudien unterschiedlich mit 37 und 79 Prozent der nach einem Unternehmen suchenden Verbraucher. Viele der Befragten geben an, dass sie bevorzugt Firmenverzeichnisse im Internet nutzen, weswegen Firmen wie Schwarz Cranz diese Möglichkeit des Marketings erfolgreich nutzen. Die Gelben Seiten sind selbstverständlich ebenfalls mit einer gleichnamigen Webseite im Netz vertreten. Ihr einstiges Monopol haben sie selbst bei gedruckten Werken verloren, da in immer mehr Orten ergänzend zu ihnen regionale Nachschlagwerke erscheinen. Zudem erleichtern Apps für das Smartphone die lokalen Branchensuchen an jedem beliebigen Aufenthaltsort.

Die Gelben Seiten werden weiterhin genutzt

Branchensuchen werden sich zunehmend ins Internet verlagern, wofür schon die deutlich höhere Aktualität der dort vorhandenen Daten spricht. Dennoch werden Verbraucher weiterhin die Gelben Seiten mit nach Hause nehmen und gelegentlich in ihnen blättern, wozu auch die redaktionellen Zusatzleistungen wie regionale Freizeittipps beitragen. Am erfolgreichsten gewinnen Unternehmen Neukunden, die sowohl im traditionellen Branchenbuch als auch auf lokalen Branchensuchseiten im Internet inserieren.

Bildquelle: Thinkstock, iStock, winterling

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