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Ikea will Marktanteil in Deutschland verdoppeln

By on 11. Januar 2014

Der schwedische Möbelgigant Ikea hat ehrgeizige Pläne für die Expansion auf dem deutschen Markt verkündet. Er strebt eine Verdoppelung des Umsatzes innerhalb eines Zeitraums von acht bis zehn Jahren an. Der Möbelkonzern, der auch beim Gewinn kräftig zulegen möchte, will diese anspruchsvollen Ziele vor allem durch die Eröffnung neuer Filialen und den Ausbau des Internethandels erreichen.

Ambitionierte Zielsetzungen

Der Deutschlandchef von Ikea, Peter Betzel, der seit dem Jahr 2011 die Geschicke des deutschen Ikea Business lenkt, gab in einem Interview vor kurzem seine Ziele bekannt. Er strebt einen Marktanteil von 25 Prozent auf dem deutschen Möbelmarkt an, der ein Volumen von rund 31 Milliarden Euro besitzt. Da Ikea gegenwärtig lediglich 13 Prozent Marktanteil hat, setzt die Umsetzung dieses Plans ein gigantisches Wachstum voraus. Sollte dies tatsächlich gelingen, dürfte Ikea demnächst in einen scharfen Wettbewerb mit seinen Konkurrenten eintreten, denn der Möbelmarkt in Deutschland gilt als stark umkämpft. Verbraucher können darauf hoffen, dass sie in Form von niedrigen Möbelpreisen von dieser Entwicklung profitieren.

Strategien für das angestrebte Wachstum

Peter Betzel setzt für die Umsetzung seiner Wachstumspläne auf neue Filialen. Er hält es für realistisch, dass zwischen 20 und 25 Ikea Häuser an neuen Standorten mit Erfolg eröffnet werden können. Dies würde die Gesamtzahl der Ikea Filialen auf über 60 erhöhen, sodass der schwedische Möbelkonzern dann flächendeckend und überall gut erreichbar in Deutschland vertreten wäre. Darüber hinaus plant der Geschäftsführer von Ikea Deutschland einen deutlichen Ausbau des Internethandels. Bislang besitzt dieser Handelskanal mit einem Umsatzvolumen von nur 92 Millionen Euro lediglich untergeordnete Bedeutung. Peter Betzel kündigt an, dass sich dies durch eine Erweiterung des Sortiments bald ändern wird. Bereits in zwei Jahren sollen alle Ikea Artikel auch im Online-Shop verfügbar sein. Eine Belebung des Internetgeschäfts erhofft er sich insbesondere von der Aufnahme der Ikea Wohnaccessoires und Deko-Artikel.

Realisierung ungewiss

Es ist nicht sicher, dass diese Zukunftspläne tatsächlich umgesetzt werden können. Nicht zuletzt die Zielgruppenorientierung von Ikea wird deren Realisierung erschweren. Die deutschen Konsumenten werden durchschnittlich immer älter, doch das Sortiment von Ikea ist auf die Bedürfnisse junger Familien ausgerichtet. Nur wenn das Angebot von Ikea diesem Umstand Rechnung trägt, erscheint eine Umsatzverdoppelung möglich.

Artikelfoto: Thinkstockphotos, iStock Editorial, TonyBaggett

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