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Konjunktur: OECD gibt Entwarnung für den Euroraum

By on 20. März 2008

Die Organisation sieht vor allem die USA vor großen volkswirtschaftlichen Risiken.

In einer heute veröffentlichten Pressemitteilung nimmt die Organisation, die sich der Förderung der wirtschaftlichen Aktivität in den großen Industrienationen verschrieben hat, zur aktuellen Lage Stellung. Die großen Volkswirtschaften seien angesichts der heutigen Verhältnisse durch die Turbulenzen an den Aktienmärkten unmittelbar betroffen. Die Neuemissionen an den Börsen haben sich verringert, auf Grund der Zurückhaltung der Investoren wird es für Firmen immer schwieriger, an ausreichende finanzielle Mittel für Investitionen zu kommen. Speziell in den USA hat das Platzen der Immobilienblase zu einem Nachlassen der Binnenkonjunktur geführt.
Die OECD sieht drei Faktoren, die theoretisch auf der ganzen Welt und also auch in Europa schwere makroökonomische Auswirkungen haben könnten: Einerseits wird erwartet, dass Rohstoffpreise, vor allem der Preis für Mineralöl, weiter steigen könnte. Zweitens ist kein Ende der Finanzkrise abzusehen. Insbesondere vermag die OECD nicht abzuschätzen, wie viel Umsicht die Akteure an den Märkten in den nächsten Monaten an den Tag legen werden. Schließlich ist sich die Organisation nicht sicher, inwieweit eine sich abschwächende wirtschaftliche Aktivität dazu führt, die Inflation der Währungen (gemeint ist hier natürlich vor allem des US-Dollar) aufzufangen.
Neben der Immobilienkrise ist Inflation also eine aktuelle Gefahr für die großen Volkswirtschaften. Daher sieht die OECD auch vor allem in den USA politischen Handlungsbedarf. In Japan und der EU hingegen hätten die Notenbanken bereits in der Vergangenheit die richtigen Schritte getan.

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