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Der Ölpreis sinkt, die Fördermengen werden nicht erhöht.

By on 1. Februar 2008

Noch in den ersten Januartagen wurde die Welt geschockt, als sich der Ölpreis auf über 100 US-Dollar je Barrel erhöhte. Damals beschäftigte die Analysten und die Presse die Frage, ob diese Preisentwicklung durch Spekulation oder durch Fundamentaldaten wie die Verfügbarkeit der Ressource oder die allgemein wirtschaftliche Entwicklung begründet sei. Viele Stimmen wie die Tageszeitung „Die Welt“ befürchteten: „100 Dollar sind nur der Anfang“. Bislang hat sich diese Prognose jedoch nicht bewahrheitet; seit Jahresbeginn ist der Ölpreis um mehr als fünf Prozent zurückgegangen. Seit vorgestern ist der Kurs regelrecht abgestürzt, er fiel von 92,5 Dollar je Barrel am 30.1. bis auf unter 90 Dollar. Die Standardsorte Brent verlor auch heute und schloss 2,77% im Minus. Momentan liegt der Preis je Barrel damit bei 89,42 US-Dollar. Wie die weitere Preisentwicklung aussieht, hängt unter anderem vom Verhalten der OPEC ab. Die Organisation wird seit einiger Zeit von den Öl verbrauchenden Ländern dazu gedrängt, die Fördermenge zu erhöhen, um die Weltwirtschaft anzukurbeln und den Preis nicht zu hoch werden zu lassen. Die Produzenten jedoch sehen in der Möglichkeit einer Rezession die Gefahr eines stark fallenden Ölpreises. Wirtschaftliche Krisen können für die Ölproduzenten katastrophale Folgen haben: In Folge der Asienkrise und einer Ausweitung der Ölfördermenge 1998 fiel der Ölpreis auf 10 Dollar und damit auf ein Zehntel des heutigen Wertes (FTD). Aus diesem Grund wiesen die OPEC-Staaten die Forderung nach einer Ausweitung der Förderquoten zurück und kündigten an, den Preis je Barrel unbedingt auf über 80 Dollar halten zu wollen. Das weitere Verhalten der Förderländer wird nicht zuletzt von der Entwicklung des US-Dollars abhängen; den nach wie vor werden die Ölgeschäfte der OPEC-Staaten in der schwächelnden amerikanischen Währung abgeschlossen.
Der Anleger kann den Ölpreis über entsprechende Rohstoffzertifikate zur Spekulation nutzen. Dadurch kann der Ertrag (oder Verlust) der Anlage je nach den Bedingungen des Zertifikates direkt an den Ölpreis gekoppelt werden.

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