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Wer sind die Verlierer?

By on 16. September 2008

Die existentiellen Krisen von Lehmann Bros. und der AIG in den USA haben dem DAX am Montag ein Zweijahrestief beschert. Doch ist wirklich der gesamte Aktienmarkt auf Talfahrt?


Ein schlechter Tipp für Anleger sind momentan sicher die großen deutschen Bankhäuser und Versicherungsanstalten . Der inzwischen besiegelte Merger von Deutsche Bank und Postbank hat hier keinen positiven Effekt gehabt, im Gegenteil: Beide schließen seit der letzten Woche stets im Minus. Auch der Commerzbank – mit einem Minus von 16 Prozent der heutige Tagesverlierer, der Hypo (-7,5%) und der Allianz (-7,25 %) geht es nicht besser.

Für die Entwicklung der Märkte in Zeiten der Kreditkrise typisch hingegen ist, dass sich die klassischen Industrieunternehmen häufig dem allgemeinen Abwärtstrend entziehen können. VW hat mit der Klärung der Machtverhältnisse auf seiner Hauptversammlung (Anteilseigener Porsche hält mittlerweile mehr als ein Drittel der Aktien) den Markt überzeugen und am Monat 1,5 Prozent zulegen können. Auch der Chemiekonzern Bayer und die Softwarehersteller SAP sowie die SOFTWARE AG legen zu, die Lufthansa verbesserte sich um 2 Prozentpunkte. Insgesamt erleiden die im TecDAX gelisteten deutschen Technologiewerte jedoch seit gestern das gleiche Schicksal wie die anderen Aktien und verlieren am Dienstag im Schnitt 2,37 Prozent.

Fazit: Ein Gutteil der Probleme in den letzten Tagen ist auf die schlechte Lage einzelner Firmen zurückzugehen. Was die deutsche Konjunktur angeht, so gibt es neben den mittlerweile auch vom Finanzminister geteilten Befürchtungen vor einnem drastischen Wachstumsrückgang auch positive Meldungen. Der heute veröffentlichte ZEW-Konjunkturklimaindex für den September hat sich jedenfalls verbessert.

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