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Socially Responsible Investments (SRI): Investieren für Gutmenschen

By on 10. Juli 2008

Aber nicht alle Angebote halten was sie versprechen.

(via ftd.de) In den Portofolios mancher Investmentfonds tauchen Firmen auf, denen manche Menschen ihr Geld lieber nicht geben möchten: Für einen Atomkraftgegner ist es sicher unzumutbar, in einen französischen Atomstromkonzern zu finanzieren, und nicht nur radikale Pazifisten möchten auf Investments etwa in einen Hersteller von Streubomben oder Landminen verzichten. Aus dieser Haltung haben manche Anbieter längst ein Geschäft und vermarkten angeblich ethisch einwandfreie Fonds unter dem Namen Socially Responsible Investments (SRI). Doch wie die Financial Times Deutschland gezeigt hat, nehmen es viele Fondsmanager mit der „Verantwortlichkeit“ nicht so genau. Der Grund dafür: Vielen Fonds analysieren nicht das ganze Geschäftsgebahren der in Frage kommenden Firmen; Ihnen reicht es aus, dass Firmen irgendetwas Nachhaltiges tun. So nehmen manche Fonds Stromkonzerne in ihr Portofolio mit der Begründung auf, das diese unter anderem Ökostrom produzieren würden.

Die daraus zu ziehende Lehre  liegt auf der Hand. Nachhaltige Fonds sollten weniger eine Positiv- sondern vielmehr eine Negativliste von Anforderungen an Investitionsobjekte stellen. Wer hier auf Nummer Sicher gehen will, kann sich an den WWF halten: Die Umweltorganisation kontrolliert nämlich die Investitionen des „ESPA WWF Stock Umwelt“. Dieser richtet sein Augenmerk nicht nur auf ökologische Vertretbarkeit des Unternehmenshandelns, sondern prüft sogar, wie es seine Mitarbeiter und Zulieferbetriebe behandelt.

Können Anleger aber mit solchen Fonds auch Geld verdienen? Tatsächlich sieht es für Öko- und andere SRI-Fonds gar nicht so schlecht aus. Ein Grund mag darin liegen, dass ihre Kunden mit geringeren Profiten zufrieden sind. Ein anderer Grund liegt aber in der politischen Förderung vieler ethisch korrekter Unternehmen. Insbesondere die Solarstrom– und Windkraftbranche in Deutschland sind unter anderem durch hohe Subventionen erfolgreich. Wenn diese Zahlungen eingestellt werden, kann sich das auch auf die Profitabilität der angeschlossenen Fonds auswirken. Alles in allem wird es also für SRI-Kunden immer einen gewissen „Ethik-Abschlag“ geben.

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