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Platin-Kurs stürzt ab: Edelmetalle sind kein sicherer Hafen mehr

By on 27. September 2008

(via Frankfurter Allgemeine Zeitung) Platin ist nach Rhodium das wertvollste Edelmetall und kostet Schnitt rund doppelt so viel wie Gold. Aus diesem Grunde werden an den Finanzmärkten auch Platinmünzen, beispielsweise die Platinum Canadian Maple Leaf , der American Platinum Eagle oder der russische Platinrubel, gehandelt (wikipedia).

Neben der Verwendung als stabilisierendes Element bei Goldschmuck findet es in so unterschiedlichen Geräten wie Herzschrittmachern Laserdruckern, Bunsenbrennern oder Schmelztigeln Verwendung. Anders als beim Gold gibt es hier für diesen Rohstoff also eine „natürliche“ Nachfrage. Man könnte also meinen, der hohe Preis sei nach wie vor gerechtfertigt.
Innerhalb eines halben Jahres diese Jahres hat Platin an den Märkten rund die Hälfte seines Wertes verloren. Die Feinunze Platin kostete im März letzten Jahres 580 $, stand jedoch zuletzt bei nur noch 226 $ (London Fixing, Q: Bloomberg).
Das hat mehrere Gründe: Zum Einen die allgemein schlechte Lage, die Anleger zwingt, ihre finanziellen Mittel zu Geld zu machen. Bis vor kurzem war das Edelmetall allerdings noch ein Profiteur der Kreditkrise: Auf der Suche nach einem sichereren Wertträger, als es der US-Dollar zur Zeit ist, waren großen Geldmittel in Rohstoffe umgeschichtet worden. Es gibt aber auch technische Gründe: Es gibt Anzeichen dafür, dass die Automobilindustrie ein Nachfrageproblem bekommt. Am vergangenen Freitag gab Honda eine Umsatzwarnung heraus und Toyota produziert bereits jetzt weniger. Damit dürfte aber auch die Nachfrage nach Platin zurückgehen, denn dieser Werkstoff findet in Katalysatoren Verwendung. In Zukunft soll sich die Situation für das Edelmetall nach Meinung der Faz nicht sonderlich aufhellen. Denn hochwertige Werkstoffe wie Kupfer werden immer mehr recycelt. Zudem sind die wichtigsten Förderstätten, Südafrika und Russland, politisch so stabil, dass in näherer Zukunft keine Förderengpässe zu erwarten. Eine größere Rezession könnte den Platinpreis also weiter in die Tiefe ziehen. Andererseits hat die Panik an den Börsen auch diesem Edelmetall bisher einigen Auftrieb gegeben. Wer einen aktuellen Geldanlagen Vergleich sucht, kann sich beim Geldanlage-Anbieter.de umschauen.

2 Comments

  1. Jürgen

    13. Juni 2009 at 12:57

    Ich gehe ebenfalls stark davon aus, dass sich die Rohstoffe an der Oberkante der möglichen Entwicklung angekommen ist. Sollten die Rohstoffmärkte kippen, wird es wohl auch mit den neuen Aktienmärkte kurze Zeit später ähnlich sein.

  2. Tagesgeld.info

    3. Dezember 2010 at 00:08

    Anderthalb Jahre später sieht das ganz anders aus: der DAX kratzt an der Marke von 7.000 Punkten und viele Rohstoffe haben von ihren Tiefs mehrere hundert Prozent aufgeholt. Es ist unmal ein Fakt, dass der Ressourcenbedarf der Menschheit permanent steigt, während die natürlichen Ressourcen immer knapper werden. Steigende Nachfrage bei sinkendem Angebot implizieren immer steigende Preise, so auch hier.

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