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Gold – Die Investition in Krisenzeiten?

By on 27. Januar 2009

Dieser Tage heißt es immer wieder, dass uns eine Finanz- und Wirtschaftskrise ungeahnten Ausmaßes bevorsteht. Wen wundert es da, dass viele verunsicherte Anleger ihr Heil im gutem altem Edelmetall suchen.

Schon seit tausenden Jahren sind Kupfer, Silber und Gold ein Garant für Wohlstand, auch wenn man Edelmetall bekanntlich nicht essen kann. Seitdem nun in den letzten Monaten eine Bank nach der anderen in Liquiditätsschwierigkeiten geraten ist, erlebt das gelbe Metall eine ungeahnte Renaissance.

Der Ansturm der Käufer treibt den Goldpreis in lang vermisste Höhen und inzwischen geraten Banken und Produzenten in Schwierigkeiten, der Nachfrage gerecht zu werden.

Doch wie sinnvoll ist es, in Zeiten der Krise sein Geld in Gold anzulegen. Sicher, seit der Infaltion in den Zwanzigern wissen wir, wie schnell Geld seinen Wert verlieren kann. Gold ist währungsunabhängig.

Aber was passiert, wenn die Krise vorbei ist?

Die Logik sagt doch, dass der Goldpreis, der durch die Panikkäufe in die Höhe getrieben wurde, nach der durchgestandenen Krise wieder fallen wird. Wenn man dann seine teuer erkaufte „Sicherheit“ wieder veräußern muss, ist der Kapitalverlust doch vorprogrammiert. Ganz davon abgesehen, dass der Staat beim Verkauf mit Abgeltungssteuer und Co. ordentlich zulangen wird.

Und tatsächlich sah es Ende des Jahres so  aus, als wäre die Fahnenstange erreicht. Nachdem der Preis für die Feinunze Gold im Oktober 2008 noch fast die Rekordmarke von 1000 Dollar erreicht hatte, sackte er beinahe inflationär auf 712,50 Dollar wieder ab.

Doch heuer erscheint es, wie die ARD berichtete, als nehme der Goldpreis einen neuen Anlauf. Inzwischen hält er sich wieder bei guten 900 Dollar. Und auch in Euro steht das Gold gut da. Dieser Trend wird wohl anhalten, da nach der Finanzkrise im Dollar-Raum auch eine Währungskrise zu befürchten steht.

Ein weiteres Zeichen für einen stabil hohen Goldkurs ist die Tatsache, dass die Produzenten längst der Nachfrage hinterherlaufen. Sowohl in den USA und in China, den beiden größten Produzenten, hat die Wirtschaftskrise deutliche Spuren hinterlassen. Und Nummer drei in der Reihe, Südafrika, hat mit der schwankenden Sicherheitslage, sinkendem Mineralgehalt und generell schwierigeren Abbaubedingungen zu kämpfen.

Viele Finanz Ratgeber raten derzeit, in seinem Depot gute 10% in Gold anzulegen.

Doch Vorsicht, die Unsichere Produktionslage schützt nicht davor, dass Notenbanken und Politik diesem Höhenflug einen Riegel vorschieben. Und wenn zudem die Nachfrage, vor allem aus Industrie und Goldhandwerk, wegbricht, wird auch der Preis wieder fallen.

Wie schon gesagt, Edelmetall kann man nicht essen, und dass hat es mit schnödem Geld gemein.

One Comment

  1. eachtradingay

    5. Februar 2009 at 11:09

    leider werden wir erst im rückblick feststellen, ob es sinnvoll gewesen wäre in gold zu sein.

    seelig ist der, der kein geld hat, denn in zeiten der finanzkrise braucht er sich um kapitalerhalt keine sorgen machen.

    gruss
    eachtradingday

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