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Familienunternehmen: Das sind die Geheimnisse für ihren Erfolg

By on 26. November 2014

Falls Sie in Aktien investieren wollen, sollten Sie sich neben Geschäftsmodell, Geschäftsentwicklung und Marktumfeld auch einmal die Eigentümerstruktur infrage kommender Unternehmen genauer ansehen. Denn seit etwa 20 Jahren entwickeln sich die Aktienkurse von Unternehmen, die in Familienhand sind, nachweislich besser als die von anderen Unternehmen.

Langfristige Ausrichtung und geringe Risikobereitschaft

Als inhaberkontrollierte Aktiengesellschaften beziehungsweise als Familienunternehmen in diesem Sinne werden börsennotierte Gesellschaften betrachtet, bei denen sich mindestens 25 Prozent der Stimmrechte in den Händen eines privaten Großaktionärs, häufig einer Gründer- oder Eigentümerfamilie, befinden. Eine solche Zahl von Stimmrechten sichert den Betreffenden einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftspolitik des Unternehmens. Beispiele für solche Unternehmen sind zum Beispiel der Autovermieter Sixt, der norddeutsche Fleischwarenhersteller Schwarz Cranz oder die Optikerkette Fielmann. Typisch für inhabergeführte Unternehmen ist vor allem die langfristige Ausrichtung ihrer Strategie und Geschäftspolitik. Statt des nächsten Quartalsergebnisses zählen eher die erfolgreiche Entwicklung über Jahrzehnte hinweg und die Übergabe eines soliden Unternehmens an die nächste Generation. Damit verbunden ist – verglichen mit Unternehmen, die von angestellten Managern geführt werden – eine erkennbar geringere Risikobereitschaft.

Fokussierung aufs Kerngeschäft und schnelle Korrektur von Fehlern

Ein typisches Merkmal von Familienunternehmen sind zudem auch kurze Entscheidungswege, die ein hohes Maß an Flexibilität ermöglichen. Notwendige Anpassungen der Geschäftspolitik oder Korrekturen erkannter Fehler können rascher erfolgen als in großen Konzernen mit ihren eher schwerfälligen Strukturen. Außerdem konzentrieren sich inhabergeführte Gesellschaften meist stärker auf ihr Kerngeschäft – sowohl was die Palette der angebotenen Produkte und Dienstleistungen angeht, als auch im Hinblick auf die Absatzmärkte. Auch eine typischerweise relativ hohe Eigenkapitalquote ist ein entscheidender Vorteil, weil sie ein hohes Maß an Unabhängigkeit sichert und strategische Freiheiten ermöglicht, die Wettbewerbern mit einer anderen Eigentümerstruktur in der Regel nicht offenstehen. Neben diesen spezifischen Vorteilen gibt es allerdings auch bestimmte Nachteile. Dazu zählt insbesondere das Risiko, dass die Nachfolge nicht reibungslos geregelt oder umgesetzt werden kann.

Fondsinvestments bieten Risikostreuung

Falls Sie als Anleger die spezifischen Chancen von inhabergeführten Aktiengesellschaften nutzen wollen, sollten Sie auch die die damit einhergehenden Risiken im Blick behalten. Um diese wirksam zu reduzieren, ist eine breite Streuung des Investitionskapitals sinnvoll. Die einfachste Möglichkeit dafür ist die Beteiligung an gut gemanagten Fonds, die sich auf Familienunternehmen konzentrieren.

Foto: contrastwerkstatt – Fotolia

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