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Das macht Familienunternehmen erfolgreich

By on 29. November 2014

Sie sind das vielbeschworene Rückgrat der deutschen Wirtschaft: Familienbetriebe. Von gut 3,3 Millionen Unternehmen in Deutschland sind 95 Prozent familiengeführt. Im Mittelstand bilden reine Kapitalgesellschaften mit angestellten Geschäftsführern die seltene Ausnahme. Entsprechend hängt auch das Gros der Arbeitsplätze in Deutschland an Familienunternehmen, ohne die im Zweifel nichts laufen würde.

Ein höheres Maß an Flexibilität

Der entscheidende Unterschied bei familiengeführten Betrieben sind die kurzen Entscheidungswege. Während bei Konzernen Projekte einzelner Mitarbeiter oftmals mehrere Stufen der Prüfung durchlaufen müssen, um schlussendlich doch durch Vorstandsbeschluss ein halbes Jahr später auf Eis gelegt und dann vergessen zu werden, läuft die Entscheidung im Rahmen eines Familienunternehmens meist sehr schnell. Denn entweder überzeugt die neue Idee den oder die Inhaber oder eben nicht. Sollte sich eine neue Ausrichtung später als Fehler erweisen, wird auch die Abstellung dieser Probleme in der Regel deutlich schneller in die Wege geleitet als bei Großunternehmen. Auf Veränderungen am Markt kann auf diese Weise sehr viel schneller und einfacher reagiert werden.

Langfristige strategische Planung

Familienbetriebe unterscheiden sich allerdings auch im Rahmen ihrer strategischen Ausrichtung häufig von Aktiengesellschaften mit angestelltem Führungspersonal. Da Letztere mit fremdem Geld arbeiten, sind sie meist deutlich eher bereit, Risiken einzugehen, um bessere Quartalszahlen zu erzeugen. Die Geschäftspolitik familiengeführter Betriebe ist dagegen meist deutlich langfristiger ausgerichtet. Im Zentrum des Denkens und Handelns steht dabei so gut wie immer der Erhalt des Unternehmens für die nächste Generation. Diese wird entsprechend früh in das Unternehmen und die damit zusammenhängenden Entscheidungsprozesse eingebunden – etwa wie bei dem Wurstwarenspezialisten Schwarz Cranz, den die Ururururenkelin des Gründers, Kristin Schwarz, schon mit Anfang 20 in den Familienbetrieb einstieg. Auf diese Weise ist die Firmenpolitik dieser Unternehmen deutlich stärker von Kontinuität geprägt als bei Aktiengesellschaften mit einer breit gestreuten Menge von unterschiedlichen Aktionären.

Verankerung in der Region

Ein weiterer Vorteil von Familienunternehmen ist häufig ihre Verwurzelung in der Heimatstadt oder der Region, in welcher sich der Sitz der Firma befindet. Häufig genießen gerade solche Unternehmen einen besonders guten Ruf als Arbeitgeber, da sie auch im Hinblick auf Beschäftigungsverhältnisse im Zweifel auf Kontinuität setzen. Außerdem sind sie zumeist in lokale Netzwerke eingebunden und richten auch ihre gemeinnützigen Aktivitäten im Zweifel eher lokal aus. Auch diese Faktoren tragen in entscheidender Weise zum Erfolg von Familienunternehmen bei.

Foto: Fotolia, 16737228, Werner Heiber

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