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Daimler stößt Chrysler wohl endgültig ab

By on 25. September 2008

Nach inzwischen bestätigten Berichten des Manager Magazins wird über einen Verkauf der restlichen Anteile an dem amerikanischen Unternehmen verhandelt. Bereits im August hatte sich die Trennung angedeutet, als Daimler ein Joint-Venture mit einem chinesischen Autobauer übernahm.

Dabei handelte es sich um die Produktion von Chrysler-Modellen in China, die jetzt unter der Regie von Daimler von statten geht (Manager Magazin). Bei dem Zusammenschluss handelte es sich um das älteste Joint-Venture Chinas.

Darüber hinaus fordert der Hedge-Fonds Cevian angeblich schon einige Zeit, auch die LKW-Sparte des Unternehmens abzustoßen. Dabei ist dieser Geschäftszweig von Daimler traditionsreich und keineswegs defizitär. Die Marken des Konzerns haben zusammengenommen die weltweite Marktführerschaft inne und erwirtschafteten im vergangenen Jahr 28 Mrd. € Umsatz. Aktueller Anlass für die Forderungen sind wohl Prognosen, nach denen für das Geschäft in den nächsten Jahren ein deutlicher Abschwung prognostiziert wird. Der Haken bei der Sache ist jedoch, dass die Börse momentan ebenso pessimistisch ist und sich wohl kein ordentlicher Verkaufspreis erzielen ließe. Entsprechend zwiegespalten sind die Fondsgesellschsften DWS und SEB Asset Management als Anteilseigner gegenüber einem sofortigen Verkauf eingestellt (Handelsblatt).

Was den Stand der Aktie in den nächsten Monaten angeht, so haben die Analysten immerhin einige Hoffnung. Bei einem aktuellen Stand von 38,81 Euro für die Namensaktie im Xetra-Dax setzen Independent Research, die Société Générale, und HSBC Kursziele von über 40 Euro. Die Credit Suisse, M.M. Wartburg &Co., und Chevreux gehen sogar von über 50 Euro aus. Die Deutsche Bank und Unicredit schließlich sind am optimistischten und setzten Kursziele von über 60 Euro. Dass das so ist, hat mit der katastrophalen Wertentwicklung des letzten Jahres zu tun. Innerhalb von 12 Monaten verlor das Papier infolge der Trennung von Chrysler und nach dem Ausstieg der Deutschen Bank als Großaktionär über 44 Prozent seines Wertes. Und das, obwohl der Nachsteuergewinn in 2007 rasant gestiegen war (ftd).

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